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Beitrag 67: Wirtschaftsrecht - Bachelor of Laws

Zuletzt aktualisiert: 08 Dezember 2014

FAU Erlangen stellt Bachelor of Laws vor

Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht wird an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angeboten. Das Studium ist als juristisches Studium konzipiert und mit wirtschaftswissenschaftlichen Fächern angereichert, die in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Wirtschaftsrecht stehen. Dabei beträgt das Verhältnis von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften etwa 3 zu 2. Das Studium ist auf sechs Semester angelegt. Ein Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Pro Jahr stehen etwa 60 Plätze für Studienanfänger zur Verfügung.

Ziel des Studiums/Berufsmöglichkeiten

Mit dem Studiengang "Wirtschaftsrecht" beabsichtigt die FAU Erlangen-Nürnberg den gewandelten Erfordernissen gerecht zu werden, die die moderne Wirtschaft an Juristen stellt. Gerade im Wirtschaftsleben zeigt sich, dass Juristen neben den rechtlichen auch vertiefte Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge und Fremdsprachenkenntnisse besitzen müssen. Es besteht bereits heute ein hoher Bedarf an ausgebildeten Wirtschaftsjuristen, der auch in Zukunft nicht nachlassen wird. Insgesamt wird der Trend zur Spezialisierung sich verstärken, so dass die Studierenden mit diesem Studien-gang effektiv auf ihre künftigen Aufgaben in der Wirtschaft vor-bereitet werden. Der Studiengang Wirtschaftsrecht ist sehr breit gefächert, so dass die Einsatzgebiete und Tätigkeitsfelder für Absolventen stark variieren können. Durch die Wahl bestimmter Schwerpunkte kann man sich vor dem Abschluss auf bestimmte Branchen spezialisieren, aber auch danach ist ein Wechsel in verwandte Disziplinen noch möglich.

Das Wirtschaftsleben bildet mittlerweile wahrscheinlich den Be-reich, in dem rechtliche Regulierungen am wichtigsten sind und in dem auch die meisten Juristinnen und Juristen tätig werden. Die Struktur der dort tätigen Berufsgruppen ist gleichwohl nach wie vor im Wesentlichen von Spezialistinnen und Spezialisten (Wirtschaftswissenschaftlern oder Juristen) geprägt, welche mitunter Schwierigkeiten haben, sich in die Materie des jeweils anderen hineinzudenken, um sinnvoll miteinander zu kommunizieren. Ungeachtet der unbestrittenen Wichtigkeit solcher Spezialistinnen und Spezialisten erscheint es daher sinnvoll, wirtschaftlich und wirtschaftsrechtlich gleichermaßen gut aus-gebildete Personen gerade an bestimmten Schnittstellen ein-setzen zu können, in denen eine nicht ganz so weitreichende Spezialisierung erforderlich ist, wohl aber Kenntnisse, die über die wirtschaftlich gebildeten Juristinnen und Juristen bzw. um-gekehrt die juristisch gebildeten Wirtschaftswissenschaftlerin-nen und -wissenschaftler hinaus gehen. Derartige Schnittstellen können einerseits in größeren Unternehmen und Beratungsfirmen zu besetzen sein; ein Bedarf für entsprechen-de „Allrounder“ (ggf. auch ohne zu spezialisierte Kenntnisse in beiden Gebieten) kann sich aber auch gerade in kleineren oder mittleren Unternehmen ergeben. Wirtschaftsjuristen werden überwiegend in Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfungen, Finanz-, Vertriebs-, Beschaffungs- und Personalabteilungen oder auch in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen eingesetzt werden. Weitere Berufsfelder können sich in Banken, Unternehmensberatungen, Versicherungen und Finanzdienstleistern, Wirtschaftsverbänden und -kammern, Immobiliengesellschaften, Öffentlichen Verwaltungen oder im Schiedsgerichtswesen (Mediation), Rechtsabteilungen von Unternehmen und auch in Kanzleien ergeben.

Der Bachelor-Studiengang Wirtschaftsrecht möchte einerseits diesen Bedarf bedienen, andererseits jedoch den Studierenden gute Anschlussmöglichkeiten bieten, wenn sie im Laufe ihres Studiums doch Gefallen an einer Spezialisierung in die eine oder andere Richtung finden. Aufbauend auf dem bewährten Konzept des früheren Diplomstudiengangs „Internationales Wirtschaftsrecht“ werden daher wichtige Grundlagen in beiden Fachgebieten (Wirtschaftswissenschaften und Recht) gelegt, die später eine Spezialisierung bzw. ein Einarbeiten in neue Fragestellungen gut ermöglichen sollen. Durch die unter-schiedlich gestaltbaren Vertiefungsbereiche ist dabei eine erste Teilspezialisierung – stärker wirtschaftlich oder stärker juristisch ausgerichtet – bereits im Studium möglich.

Eine weite Anschlussfähigkeit wird durch das sogenannte doppelte Y-Modell ermöglicht, nach dem die Absolventinnen und Absolventen nicht nur nach dem Abschluss des Bachelor-Studiums bereits ins Berufsleben eintreten, sondern auf dieses Studium auch verschiedene vertiefte Ausbildungen aufsetzen können. Wird die Ausbildung auf den Bachelor-Abschluss beschränkt, ist sie kürzer und schlanker; wird sie etwa bis zum Volljuristen fortgeführt, bietet sie einen gegenüber den Angeboten der meisten anderen Fakultäten deutlich verbesserten Spezialisierungsgrad. Im Vergleich zu wirtschaftsrechtlichen Studiengängen an den Fachhochschulen, für deren Absolventen offenbar auch ein gewisser Markt gesehen wird, handelt es sich in vielen Teilen um eine wissenschaftlich vertieftere Ausbildung, die auch nach dem Bachelor-Abschluss Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, insbesondere aber auch für die Fortführung der Ausbildung (doppeltes Y-Modell) eine gute Basis liefert.

Studienabschluss

Mit bestandener Bachelorprüfung besteht die Möglichkeit un-mittelbar in der Wirtschaftspraxis tätig zu werden. Daneben kann die universitäre Ausbildung fortgesetzt werden. Angeboten werden verschiedene Masterstudiengänge (im Bereich Steuer- und Prüfungswesen wie bspw. der Master Finance, Auditing, Controlling, Taxation) oder die Möglichkeit zur Fortsetzung der Ausbildung zum Volljuristen. Grundsätzlich ist mit dem Studium Wirtschaftsrecht ein erleichterter Übergang in den Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaft möglich, der ohne große Zeitverluste nicht nur vertiefte wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse der späteren Juristinnen und Juristen gewährleistet, sondern diese auch durch einen eigenen Bachelor-Titel aussagekräftig belegt.

Aufbau des Studiums

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Zeit für Prüfungen und die Anfertigung der Bachelorarbeit sechs Semester. Gedankliche Grundlage des Studienablaufs ist das oben genannte Y-Modell. Das Studium ist zu Beginn im Zivilrecht deckungsgleich mit dem Grundstudium der Juristen. Daneben umfasst es grundlegende wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Hinzu kommt ein obligatorischer Sprachunterricht in Englisch.
Im weiteren Verlauf stehen die Wirtschaftswissenschaften und die spezifisch wirtschaftsrechtlichen Fächer im Vordergrund. Den Studenten werden Rechtsgebiete vermittelt, die heute in Unternehmen als maßgeblich gelten. Aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften sind folgende Fächer von Bedeutung: Jahresabschluss; Investition und Finanzierung; Unternehmensbesteuerung; Makroökonomie; Mikroökonomie.

Aus dem Bereich der Rechtswissenschaften sind z.B. folgende Fächer in das Studium einbezogen: Arbeitsrecht, Internationales Privatrecht, Personen- und Kapitalgesellschaftsrecht, Handelsrecht, Kartellrecht, Überblick über Insolvenz-, Konzern- und Umwandlungsrecht sowie Kapitalmarktrecht und Grundlagen des Steuerrechts. Im Verlauf des Studiums haben die Studierenden die Möglichkeit ihr Wissen in Vertiefungsbereichen weiter auszubauen. Die Prüfungsordnung sieht vor, dass im Vertiefungsbereich insgesamt 35 ECTS (incl. Bachelor-Arbeit) aus den im Modulhandbuch näher beschriebenen Vertiefungen gewählt werden. Dies bietet die Möglichkeit, bereits während des BA-Studiums eine gewisse Teilspezialisierung vorzunehmen. Insbesondere kann die Wahl der Vertiefungen auch mit Blick auf die Anschlussmöglichkeiten nach dem Bachelor-Studium erfolgen.

Diesem Anforderungsprofil entsprechend werden zunächst sowohl grundlegende Inhalte aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften (mit einem Schwerpunkt auf Grundlagen wie Statistik und Mathematik sowie auf der Betriebswirtschaftslehre, etwa wie Buchführung, Kostenrechnung, Finanzierung) als auch aus demjenigen der Rechtswissenschaft (mit einem Schwerpunkt auf dem Zivilrecht und dem (privaten) Wirtschaftsrecht (insbesondere Handels- und Gesellschaftsrecht) vermittelt. Prägend für den Studiengang ist dabei, dass die entsprechenden Veranstaltungen nicht „abgespeckte“ Vorlesungen für Wirtschaftsjuristen sind, sondern die Vorlesungen, welche auch die jeweiligen Hauptfachstudierenden besuchen, so dass in diesen grundlegenden Bereichen mit Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern wie auch mit Juristinnen und Juristen „auf Augenhöhe“ kommuniziert werden kann. Das gilt auch für die ergänzenden Veranstaltungen aus der Volkswirtschaftslehre und aus Teilen des Öffentlichen Rechts und dem Strafrecht als Vertiefung, welche die Grundlage für spätere Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb des Studiums, aber auch für eine erleichterte Einarbeitung in neue Gebiete innerhalb der beruflichen Tätigkeit bilden sollen.

Der Vertiefungsbereich in der 2. Studienhälfte ist durch große Flexibilität gekennzeichnet, indem zum einen die Schwerpunkte – je nach Interesse – stärker bei den Wirtschaftswissenschaften oder stärker in der Rechtswissenschaft gesetzt werden kann und zum anderen innerhalb dieser Felder Wahlfreiheit aus dem umfangreichen Angebot der beiden Fachbereiche besteht.

Veranstaltungen

In der ersten Semesterwoche findet für die Studienanfänger eine einmalige Einführungsveranstaltung statt, deren Termin rechtzeitig bekannt gegeben wird (z. B. IBZ-Merkblatt "Einführungsveranstaltungen"/Homepage des Studiengangs). In dieser Veranstaltung sollen die Studienanfänger mit den Gepflogenheiten des Studiums vertraut gemacht werden. Für die Betreuung der Studierenden in der Studieneingangsphase bietet der Fachbereich Rechtswissenschaften besondere Erstsemestertutorien an, die als Kleingruppenveranstaltungen unter der Leitung älterer Studierender sowohl bei der fachlichen Nachbereitung des rechtswissenschaftlichen Stoffes helfen als auch bei den alltäglichen Sorgen den Studienanfängern zur Seite stehen. Ansonsten finden für die Studierenden des Studienganges „Wirtschaftsrecht" grundsätzlich keine gesonderten Veranstaltungen statt, sondern besucht werden die deckungsgleichen Veranstaltungen der Juristen und Wirtschaftswissenschaftler. Die juristischen Veranstaltungen in Erlangen finden in der Regel im Auditorium Maximum (Bismarckstr. 1), im Kollegienhaus (Universitätsstr. 15) oder in einem der Seminar-räume des Juridicums (Schillerstr. 1) statt. Die wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltungen finden dagegen regelmäßig in Nürnberg (Lange Gasse 20) statt. Die Lehrveranstaltungen werden frühzeitig im Vorlesungsverzeichnisounter www.vorlesungsverzeichnis.uni-erlangen.de angekündigt. Die Vorlesung ist die Grundform der Lehrveranstaltung und die Hauptform der Stoffvermittlung. Vor einem großen Teilnehmerkreis wird in der Vorlesung ein Rechtsgebiet oder ein Themenkreis behandelt. Begleitend zu einer Vorlesung wird in propädeutischen Übungen, die in kleinen, parallelen Gruppen abgehalten werden, der Vorlesungsstoff vertieft und die Arbeitsweise eingeübt. In Seminaren werden spezielle Themen in kleinen Gruppen unter Leitung eines Hochschullehrers erarbeitet. Dabei hat jeder Teilnehmer ein Referat über sein Thema zu fertigen und vorzutragen. Hierbei werden auch Rhetorikfähigkeiten und Verhandlungsmanagement vermittelt. Das Modulhandbuch
(http://www.iwr.fau.de/studium/bachelor/modulhandbuch.shtml) enthält Beschreibungen und Erläuterungen zu den im Studien-plan der Prüfungsordnung vorgesehenen Modulen. Aus den Modulbeschreibungen wird ersichtlich, welche Veranstaltungen im Einzelnen Bestandteil des Moduls sind (ein Modul kann aus einer, aber auch aus mehreren Veranstaltungen bestehen).

Bewerbung
Bewerbung und Vergabe der Plätze erfolgen zentral über die Universität. Informationen zum Bewerbungsverfahren unter: www.fau.de/studieninteressierte

Ansprechpartner/Kontakt
Studienbetreuer Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Prof. Dr. Wolfram Scheffler
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Steuerlehre
Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Allgemeine Studienberatung für Wirtschaftsrecht
Dr. Bianca Distler, Schlossplatz 3, Zimmer 1.023,
91054 Erlangen, Tel. 09131/8524826, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Für Fragen wie zu Einschreibung, Zulassung und NC-Regelungen steht Ihnen auch das IBZ, Tel. 09131-8523333 oder -8524444 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Sollten nach der Lektüre noch Fragen inhaltlicher Art bestehen, können diese an die Studienfachberatung gerichtet werden.

Serviceeinheit "Lehre und Studienberatung"
Fachbereich Rechtswissenschaft Frau Katharina Waibl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Prüfungsamt Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg
(für Wirtschaftsrecht zuständig)
Mo-Do 09.00 – 11.00 Uhr, Di zusätzlich 13.00-16.00 Uhr
Fr geschlossen. Frau Nadja Hirsch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg Raum: 02.215 , Telefon: 0911/ 5302 652

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Prof. Dr. Klaus-Ulrich Schmolke Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Schillerstraße 1, 91054 Erlangen

 

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